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| Seminar
„Fälschungssicherheit in der Verpackung“ |
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Am Vortag der FachPack veranstaltete
die NürnbergMesse in Zusammenarbeit mit der Firma V+E CONSULT
ein Seminar zum Thema „Fälschungssicherheit in der Verpackung“
unter der Leitung von Dr. Dieter Helmut Schönlein auf dem Nürnberger
Messegelände. Schwerpunkt dieses Seminars war, zum einen über
die verschiedensten Sicherheitstechniken zu informieren und zum anderen
Anregungen zum Aufbau eines eigenen Sicherheitskonzepts zu bieten.
Die hochkarätigen Referenten zeigten Wege zum Schutz von Produkten
vor Irritation - oder wie Packmittel- und Etikettenhersteller Ihren
Kunden neue fälschungssichere Packmittel anbieten können. |
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Dr.
Dieter Helmut Schönlein (l.) von V+E CONSULT bei der
Einführung |
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Blick
in die Teilnehmerrunde |
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Die
Einstimmung in das Thema gab Herr Röer vom Aktionskreis
Deutsche Wirtschaft gegen Produkt- und Markenpiraterie. Wie Statistiken
der letzten Jahre zeigen, nehmen Fälschungen in nahezu allen
Wirtschaftszweigen deutlich ja fast explosionsartig zu. Laut einer
OECD-Vorstudie 2007 beträgt das internationale Handelsvolumen
mit gefälschter Ware inzwischen mehr als 200 Mrd. US-Dollar.
Das Handelsvolumen mit Fälschungen allein in Deutschland erreicht
einen Wert von ca. 20 Mrd. Euro mit stark zunehmender Tendenz. Da
es sich bei den genannten Zahlen nur um Zollaufgriffe handelt, dürfte
die entsprechende Dunkelziffer entsprechend groß sein. Außerdem
werden inzwischen laut Herr Röer ca. 40% der Zollaufgriffe durch
Internetgeschäfte ausgelöst.
Herr Schindler von der Firma U-NICA zeigte die 5
Nachweisebenen der Sicherheitstechnik auf. Diese Ebenen reichen von
für den Endverbraucher ohne Hilfsmittel sichtbaren Features über
mit einfachen Hilfsmitteln erkennbaren bis hin zu Features, die nur
unter Laborbedingungen auswertbar sind. Die letzte Ebene ist vor allem
dann wichtig, wenn es um Produkthaftung und den rechtlichen Nachweis
von Plagiaten geht. Einige Features, wie z. B. Hologramme, Pigmente
oder CDP’s (Copy Detection Pattern) ermöglichen es, alle
Ebenen innerhalb eines einzigen Features unterzubringen. Eine Mischung
von Features ist deshalb so wichtig, weil dadurch die Kosten des Fälschens
für den Nachahmer derart in die Höhe getrieben werden, dass
es sich für ihn nicht mehr lohnt.
Der Vortrag von Herrn Thies, Firma Schwarz Druck,
stand unter dem Motto: „Müssen wir uns vor China fürchten
oder können wir auch von China lernen?“ An Hand eines chinesischen
Werbespots wurde anschaulich gezeigt, dass auch chinesische Hersteller
große Probleme mit Fälschern haben und sie inzwischen in
der Produktwerbung die Öffentlichkeit mit den eingebauten Sicherheitsmerkmalen
vertraut machen und somit für ihr Originalprodukt werben. „China
hat inzwischen ein Problem mit sich selber“. |
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Lennart
Röer, Aktionskreis Deutsche Wirtschaft gegen Produkt-
und Markenpiraterie |
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Samuel
Schindler,
-SECONTECH-U-NICA- Solutions (Europe) |
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Wolfgang
Thies,
Schwarz Druck
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Vortrag: Zahlen,
Fakten, Lösungsansätze zu Produkt- und Markenpiraterie |
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Vortrag: Produkt-
und Markenschutzlösungen
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Vortrag: Europäische
Sicherheitskonzepte
und -techniken am Beispiel asiatischer Märkte |
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Herr Scheuer
von der Firma Kurz stellte die Möglichkeiten vor, die mit Hologrammen
gegeben sind. Einfache Hologramme sind Stand der Technik, leider nicht
nur für Lieferanten, sondern auch für Fälscher. Somit
herrscht ein ständiger Wettlauf zwischen Original und Fälscher.
Welche Neuheiten und Weiterentwicklungen in der Hologrammtechnik für
den nötigen technischen Vorsprung sorgen, wurde von Herrn Scheuer
deutlich gemacht. Aber auch der Kunde muss mitgenommen werden und
muss wissen, worauf er zu achten hat.
RFID ist zur Steuerung in der gesamten Logistikkette in aller Munde.
Als „Nebeneffekt“ ist RFID aber auch für die Sicherung
vor Fälschungen ein ausgezeichnetes Mittel, wie Herr
Helmigh von der Universität Dortmund aufzeigte. So kann
z. B. der Warenfluss automatisch und kontinuierlich aufgezeichnet
und später auf Ungereimtheiten untersucht werden. Ein Problem
ist aber noch der Preis von derzeit ca. 15 Cent pro RFID-Label, der
voraussichtlich aber noch unter 10 Cent sinken dürfte.
An die Kriminologie wurde man beim Thema Produktschutz mit DNA und
Nano-Markierungen erinnert, über das Herr Schuberth
von der Firma Identif referierte. Herr Schuberth erklärte wie
die Nachweismethode mit DNA funktioniert: Die DNA-Verbindung wird
in 2 Teile aufgespaltet, ein Teil wird auf das Produkt aufgebracht
(z. B. mit einem Ink-Jet während der Produktion) und der 2. Teil
in einer Nachweislösung eingebracht. Die Prüfung erfolgt
durch das Aufbringen der Nachweislösung mit einem Prüfstift
und dem anschließenden Auslesen mit einem elektronischen Lesegerät. |
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Jürgen
Scheuer,
Leonhard Kurz
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Dipl.-Wirt.-Inf.
Martin Helmigh,
Universtät Dortmund
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Herr
Schuberth,
identif
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Vortrag: Optisch
variable Sicherheitsmerkmale als zuverlässiger Originalitätsschutz |
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Vortrag: Fälschungsidentifikation
durch die Verbraucher mit RFID |
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Vortrag: Produktschutz
mit DNA- und Nano-Markierung |
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Herr Dr.
Kraas von der Firma Merck legte die Grundbedeutung der Anstrengungen
im Bereich Sicherheitstechnik dar. Neben dem Profit- und Imageverlust
für Hersteller und Händler ist die Sicherheit und Produkthaftung
ein wichtiges Argument. „Schon der Einbau eines geringen Sicherheitsmerkmales
veranlasst den Fälscher, sich eventuell auf ein anderes, einfacheres
Produkt zu konzentrieren. Sicherheitstechnik muss auf ein solches
Level gebracht werden, dass es für den Fälscher zu teuer
wird.“ Dr. Kraas zeigte auf, was man alles an Fälschungssicherheit
mit Pigmenten erreichen kann.
Herr Dr. Koch von der Deutschen Thomson referierte
über digitale Wasserzeichen und Digitale Kopieerkennungsmuster
(Copy Detection Pattern = CDP). Er wies darauf hin, dass bei jedem
Druckvorgang eine messbare Qualitätsverschlechterung von der
Vorlage über die Druckplatte bis zum fertigen Druck erfolgt.
Eine Fälschung hat daher zwangsläufig mindestens die gleiche
prozentuale Verschlechterung. Und da die originale Vorlage dem Fälscher
nicht vorliegt, sondern er vom gedruckten Bild ausgehen muss, ist
der Qualitätsverlust immer deutlich höher. Man kann die
Fälschung eines Druckes daher immer erkennen, wenn man den messbaren
Qualitätsabfall der Fälschung mit der Qualität der
Originalvorlage vergleicht.
Zum Abschluss berichtete Frau Kiemes von Philip Morris
unter dem Motto: “Schmuggel und Fälschung sind keine Kavaliersdelikte“
vom Kampf gegen die Zigarettenfälscher. Infolge des hohen Steueranteils
bei Zigaretten lohnt sich für die Fälscher auch eine Produktion
in Europa. Seit 2005 wurden in Europa 19 illegale Zigarettenfabriken
aufgedeckt, davon 2 in Deutschland. Aber der größte Teil
der im grauen Markt verkauften Zigaretten werden mit den internationalen
Warenströmen eingeschmuggelt. Eine weit verbreitete Kundenmeinung
ist, dass es sich bei den im Straßenverkauf illegal erworbenen
Zigaretten um unversteuerte Ware aus regulären Fabriken handelt.
Dies ist falsch! Man geht davon aus, dass über 80% der irregulär
in Deutschland verkauften Zigaretten aus Fälscherproduktionen
stammen, deren Herstellung unter unkontrollierbaren Qualitäts-
und Hygieneverhältnissen durchgeführt werden. |
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Dr.
Wolfgang Kraas,
Merck
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Dr.
Koch,
Deutsche Thomson
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Birgit
Kiemes,
Philip Morris
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Vortrag: Pigmentbasierte
Sicherheitsmerkmale
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Vortrag: Digitale
Sicherheitsmerkmale: digitales Wasserzeichen und CDP |
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Vortrag: Praxisbeispiel:
Philip Morris - Kampf gegen die organisierten Zigarettenfälscher
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| Wir bedanken
uns bei allen Referenten für das erfolgreiche Seminar. |
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